Oh 3. Semester, du warst so ..

Oh 3. Semester, du warst so ..

Am Ende eines jeden Semesters habe ich mir angewöhnt zurückzublicken und zu reflektieren, was gut und schlecht lief, wie es mir dabei ging und wie viel Zeit ich für das Lernen und für mich hatte.
Wenn ich zurückdenke machen sich gemischte Gefühle in mir breit, denn es lief von den Ergebnissen her ziemlich gut und auch von der „me-time“ her kann ich mich nicht beschweren, aber trotzdem scheint irgendwas nicht zu stimmen. Immer noch zu wenig Freizeit? Natürlich bin ich in Sachen „Balance“ immer noch nicht da, wo ich gerne wäre, aber es war schon ein großer Sprung im Vergleich zu den vergangenen Semestern – das kann es also eigentlich nicht sein.
Ich bin absolut kein „Winter-Lerner“. Diese ständige Dunkelheit, die kurzen Tage und der graue Himmel machen mich jedes Jahr immer ein wenig depressiv. Keine Motivation, keine Lust, ständige Müdigkeit, negative Stimmung, schlechte Laune und allgemeines „Nicht-wohlfühlen“ (was möglicher Weise daran liegt, dass meine Beine voller Winterfell sind und mein Bauch dauerhaft ein Foodbaby hat). Eigentlich liebe ich den Winter, aber eher diesen „1m Schnee, blauer Himmel, kühle Luft und warmer Sonnenschein“-Winter. Nur leider hatten wir genau diesen Winter nicht. Hier in Leipzig war es dauerhaft grau, regnerisch, ständig dunkel und dreckig/matschig. Vor 7 Uhr bin ich nie aus dem Bett gekommen und selbst dann war ich immer noch müde. Spätestens 20 Uhr lag ich todmüde auf der Couch und war bereit fürs Bett. Dadurch waren die Tage kurz und die Lernzeit auch. Mir fällt es so unglaublich schwer im Winter zu lernen! Ich kann zwar auch verstehen, warum man keine Lust hat im Sommer zu lernen, aber ich lerne lieber im Sommer als im Winter!
Wie ist das bei euch, lernt ihr lieber im Sommer oder im Winter?

Wobei, eigentlich ist das ja meckern auf hohem Niveau, denn eigentlich lief ja insgesamt alles gut. Aber irgendwie hat man ja immer was zu kritisieren, oder? Eine Sache, die ich unbedingt noch lernen muss: Zufriedenheit! Wieso nicht einfach mal mit dem, was man hat zufrieden sein? Es kann immer noch besser, aber auch immer noch beschissener laufen. Und das ist mir manchmal nicht bewusst. Ich lasse mich oft dazu verleiten mich mit anderen zu vergleichen. Und natürlich schaue ich immer nur zu denen, bei denen alles scheinbar perfekt läuft. Die immer fast volle Punktzahl haben, noch nie durchgefallen sind und immer alles wissen. Aber die Frage ist doch .. läuft es bei denen wirklich so perfekt, wie es scheint? Man kann nicht in die Menschen hineinschauen, also sind solche Wertungen immer mit Vorsicht zu genießen! Nicht alles, was von außen so perfekt scheint ist es auch von innen.
Es ist gut immer weiter nach oben zu wollen und nach mehr zu streben, aber bei all dem sollte man immer dankbar und zufrieden sein und das im gesunden Maß machen. Denn sich ständig zu vergleichen, sich selber klein zu machen und immer nur zu sehen, dass andere besser sind, tut einem nicht gut. Sich Motivation und Ansporn zu holen kann natürlich helfen, aber die Balance macht es!

Ansonsten muss ich sagen, dass ich wirklich stolz bin auf das 3. Semester. Ich habe es geschafft mich mehr und mehr von den Leuten, die einen unter Druck setzen und nahezu wahnsinnig machen zu entfernen und meinen eigenen Weg zu gehen. Ich habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen und bin meinem Lernplan treu geblieben, auch wenn ich zwischenzeitlich immer mal einen kleinen Herzinfarkt bekommen habe, als ich gemerkt habe, wie viel die anderen schon gelernt haben. Aber hey, viele Wege führen nach Rom, also auch viele Lernpläne zu einer bestandenen Prüfung! Manchmal sollte man einfach selbstbewusst sein und an sich glauben, dann laufen die meisten Sachen von ganz alleine viel besser!

Übrigens, für alle die es interessiert: Im 3. Semester an der Uni Leipzig hat man Physiologie, Biochemie, Neuroanatomie, Psychologie und Einführung in die klinische Medizin. In Biochemie und Physiologie hat man jeweils 2 Klausuren und in Neuroanatomie und Psychologie jeweils eine Klausur.

Ein detaillierter Blogpost über die einzelnen Fächer und einen typischen Tag aus dem 3. Semester folgt dann im Laufe der Ferien noch 🙂

Bis bald,
eure Stephy <3



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