Ich bin zurück!

Ich bin zurück!

In den letzten Wochen war ich wie einige von euch bemerkt haben nicht aktiv auf Instagram und co. Wieso, weshalb, warum und wie es jetzt weitergeht erfahrt ihr in diesem Blogpost 🙂

Obwohl ich eigentlich happy sein müsste, dass ich mitten in meinem Urlaubssemester bin und jeden Tag so gestalten kann, wie es mag, war ich bis vor ein paar Wochen ziemlich unglücklich und wusste nicht wieso. Ich hatte keinen Druck, keine Uni, die mir im Nacken sitzt, keine Termine, keine großen Verpflichtungen, nichts. Aber irgendwas hat mich trotzdem runtergezogen. Also hab ich meine sieben Sachen gepackt und bin mit Sam für 1,5 Wochen in meine Heimat gefahren zu meinen Eltern, um einfach ein bisschen Abstand zu gewinnen. Chris konnte leider nur zwei Mal für 2 Tage vorbeischauen, was aber auch in Ordnung war, denn diese Auszeit von allem tat mir wirklich gut.
Bei meinen Eltern habe ich meine eigene kleine Etage mit einem Wohnzimmer, einem kleinen Ankleidezimmer und einem Bad. Und das tollste ist, dass es im Dachgeschoss ist und es somit diese wunderschönen alten Holzbalken und Dachschrägen besitzt, auf die der Regen an grauen Tagen plätschert. Nachdem ich mich heimisch eingerichtet habe und so richtig angekommen bin, habe ich bereits nach 2 Tagen gemerkt, dass es mir schon deutlich besser geht. Ich habe gemerkt, wie meine Batterien langsam aufgeladen wurden, besonders an den Abenden, an denen ich vor dem Kamin saß, Sam seelenruhig und glücklich auf der Couch gelegen hat, meine Eltern irgendeinen Film geschaut haben und wir einfach beisammen waren.
In dem Haus meiner Eltern wohnen auch meine Großeltern. Daher war ich es gewohnt, dass immer irgendjemand zu Hause ist. Umso größer war die Umstellung als wir nach Leipzig gezogen sind. Aber durch das Studium, was mich die ersten zwei Jahre wirklich sehr vereinnahmt hat, habe ich das gar nicht so bemerkt. Im Nachhinein ist es manchmal allgemein ziemlich übel, wenn ich mich an die letzten 2 Jahre erinnere, da ich neben meinem Studium wenig erlebt habe und mir ein bisschen wie abgekapselt vorkam, da ich wenig vom Leipzigerleben bzw. meinem Leben neben dem Studium mitbekommen habe. Aber das hat sich zum Glück seit meinem Urlaubssemester geändert! Ich habe schon so viele tolle Leute kennengelernt seitdem ich mehr unternehme und häufiger unterwegs bin. Dieses soziale Netzwerk hat mir zu Beginn meines Studiums gefehlt, da ich nur Medizinstudenten kennengelernt habe und nur wenige dabei waren, zu denen ich einen Draht gefunden habe. Jetzt habe ich meine Mädel-Mediziner-Truppe, über die ich sehr dankbar bin, meine beste Freundin, Hunde-Freunde (also die ich über Sam kennengelernt habe und die selber einen Hund haben) und Freunde, die ich durch Instagram kennengelernt habe. Aber zurück zu meiner Heimat: Meine Eltern haben einen großen Garten und wohnen nahe der Spree. Jeden Morgen gegen 7 Uhr bin ich mit Sam an der Spree entlang spazieren gegangen. Ohne Handy, einfach nur Sam, ich und die Natur. Oft war der Boden weiß und gefroren und über der Spree lag noch Nebel. Es ist so schön, wenn man einfach aus der Haustür gehen kann und die Natur direkt vor der Nase hat. Sam konnte fast immer ohne Leine laufen, da man dort kaum Menschen trifft. Das habe ich wirklich sehr genossen! Am Nachmittag bin ich dann immer gemeinsam mit meinen Eltern mit Sam spazieren gegangen. Ein paar Mal sind wir mit dem Auto in andere Wälder bzw. Berge gefahren, um nebenbei Pilze zu sammeln. Ansonsten habe ich viel mit meiner Oma gequatscht, viel Tee getrunken und jeden Tag mit meinen Großeltern zusammen gefrühstückt und Mittag gegessen – bekocht zu werden ist schon was feines, vor allem, da es bei Oma ja bekanntlich am besten schmeckt!
Ganz ohne dass ich es mir vorgenommen habe, war ich kaum am Handy und nur noch sehr selten auf Instagram. Irgendwann habe ich dann beschlossen 1 Woche einfach mal gar nicht auf Instagram/Facebook zu gehen und eine Pause davon zu machen. Ich habe ehrlich gesagt gedacht, dass mir das schwer fallen wird und ich innerlich dieses Gefühl haben werde, dass ich wissen will, wer was postet und was so in der Welt los ist, aber es war komplett anders. Ich habe es so genossen und nicht mal bemerkt! Mich hat nicht gejuckt, wer was gepostet hat und wer wie viele Follower dazu gewonnen hat. Ich war einfach nur in meiner Heimat und habe die Zeit dort mal so richtig „gelebt“. Ich hatte ca. 2-3 Stunden mehr vom Tag, da ich nicht am Handy war und einen deutlich freieren Kopf. Ich hatte mehr Spaß in besonderen Situationen, da ich sie einfach genossen habe anstatt eine Story zu machen. Ich habe viel mehr erlebt und war viel fröhlicher als sonst. Und eigentlich wäre das ja der perfekte Moment gewesen, um es für Instagram festzuhalten und zu zeigen, was ich tolles erlebe und wie froh ich bin, aber genau das nicht zu tun machte das alles noch viel schöner!

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich Instagram runterzieht, denn ich habe es nie so wahrgenommen. Aber als ich gemerkt habe, wie froh ich während meiner Pause von Instagram war, wie wenig Druck ist hatte und wie viel Zeit, wurde mir klar, dass mich das ganze sehr wohl runtergezogen hat. Vielleicht nicht immer, aber immer häufiger. Ich hatte Zeit, um darüber nachzudenken, wieso ich das auf Instagram überhaupt mache und wozu ich meinen Blog habe. Macht das eigentlich Sinn? Tut mir das gut? Meine Meinung über das, was ich hier mache hat sich geändert. Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht und auch mit anderen darüber gesprochen und gemerkt, wie ich mich verändert habe, was das hier betrifft. Ich habe mich in eine Richtung entwickelt, in die ich mich nie entwickeln wollte, aber ich habe mich von anderen beeinflussen lassen und in diese Richtung treiben lassen. Und daher war es das absolut richtig, dass ich die Zügel abgeschnitten habe und mich davon befreit habe, eine Pause genommen habe und zu mir zurückgefunden habe. Ich habe immer mehr über Likes, Follower, Zeiten zum Posten, Themen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, was die anderen wohl denken und was ihr wohl sehen wollt nachgedacht. Aber ist das wirklich mein Sinn von dem hier? Nein. Ich will einfach ich sein und weder Instagram noch meinen Blog als Mittelpunkt in meinem Leben sehen, sondern nur nebenbei nach Lust und Laune aktiv sein. Unabhängig von irgendwelchen „guten Zeiten“ oder Themen, die mehr Aufmerksamkeit (Likes, Kommentare) erzeugen. Ich möchte nicht mehr nachschauen, wie viele mir folgen oder entflogen und mir Gedanken machen wieso. Denn darum geht es doch auch gar nicht.
Ich möchte gerne mein Leben genauso genießen, wie ich es in meiner Heimat getan habe, aber euch trotzdem ab und zu mitnehmen und es euch zeigen, genauso wie es ist. Egal, ob das ein Thema ist, was viele Likes beschert oder nicht – außerdem sollen die doch eh abgeschafft werden, oder? 😛
Ich habe oft überlegt, wie ich mein Profil und meinen Blog am besten gestalte und habe auch darüber im Internet gelesen, wie man das Ganze am besten aufbauen sollte. Demnach soll man sich auf 1-2 Themen spezialisieren und einen roten Faden verfolgen – okay, verstehe, ja .. irgendwie stimmt das, denn die Profile sind meist am erfolgreichsten, da man diese natürlich am ehesten sucht, aber darauf hab ich keinen Bock. Ich weiß, dass mein Medizinstudium z.B. das Thema ist, was die meisten Likes und Kommentare bekommt, aber ich möchte mich nicht darüber definieren. Mein Studium soll nicht über mein Leben bestimmen, denn es nimmt so schon einen großen Teil meiner Zeit und meiner Gedanken ein, also soll es nicht auch noch das Hauptthema in meinem Profil sein, da mich das nur belasten würde (Respekt an alle, die das können #studyaccounts). Mein Studium ist nur ein Teil meines Lebens und ich möchte diese Plattform nutzen, um mein Leben als Ganzes zu zeigen und da gehört nun mal weitaus mehr dazu, weshalb ich mich auf kein Thema spezialisieren möchte. Ich möchte keine Regeln, keine Vorgaben, keinen Druck und vor allem möchte ich nicht, dass das Thema so präsent ist in meinem Leben, sondern das es einfach weiterhin ein Hobby ist, was ich nebenbei verfolge und was Spaß macht!
Es ist so wichtig, dass man sich selber und die eigenen Gedanken reflektiert. Es ist normal, dass man sich manchmal in eine Richtung bewegt, in die man gar nicht möchte oder das man Gedanken hat, die man eigentlich gar nicht haben möchte (z.B. Eifersucht oder Neid). Das Wichtige dabei ist, dass man das Ganze von außen betrachtet, Einsicht zeigt und etwas ändert. Nur so kann man wachsen, sich wieder in die richtige Richtung bewegen und sich weiterentwickeln – und vor allem wieder zufriedener werden! Sich etwas einzugestehen kostet eine Menge Mut. Auch ich wollte mir das eigentlich nicht eingestehen, da ich es ziemlich unangenehm finde, dass ich ernsthaft über Likes und Follower nachgedacht habe, denn viele würden darüber wahrscheinlich lachen und sich fragen, wie man sich über sowas Gedanken machen kann, da es ja nichts „echtes“ und absolut irrelevant (also solange es nicht gerade der Beruf ist) ist. Aber was bringt es schon, sich das nicht einzugestehen und so weiter zu machen? Man bewegt sich in die falsche Richtung und macht sich was vor. Das hält nur auf und bringt einen nicht weiter.
Seit ca. einer Woche bin ich wieder ab und zu auf Instagram unterwegs, lade allerdings nichts hoch und poste keine Storys. Ich versuche max. 2-3 mal am Tag zu schauen, wer was hochgeladen hat und habe mich von Accounts befreit bzw. sie stumm gestellt, die mich derzeit nicht weiterbringen. Instagram sollte etwas positives sein, inspirieren, motivieren, unterhalten – was auch immer, aber definitiv nicht unter Druck setzen, zum Zweifeln bringen oder negative Gedanken bescheren. Auch wenn man es nicht böse meint, es gibt Accounts, die einem einfach nicht gut tun, auch wenn sie eigentlich nichts böses wollen. Oftmals liegt es ja einfach an einem selber, ob man mit dem Content klar kommt oder nicht. Auch so etwas muss man akzeptieren und sich davon befreien.
Ich habe viel zu viel Zeit damit verbracht darüber nachzudenken, was andere von mir oder meinem Profil halten. Es ist auch noch ein weiter Weg, bis ich endlich einfach mache ohne darüber nachzudenken, was ein anderer an meiner Stelle tun würde oder was die Leute um mich herum denken. Sowohl auf der Ebene meines „echten“ Lebens, als auch das, was Instagram betrifft. Was halten die Leute wohl von meinen Tanz-Storys? Ist es peinlich, wenn ich mich auch mal persönlich in meiner Story melde und mit meiner Kamera spreche? Interessiert es die Leute überhaupt, welches Outfit ich heute anhabe oder was ich eingekauft oder gekocht habe?
So etwas kann man nicht von heute auf morgen abstellen. Man muss daran arbeiten, sich etwas trauen, einfach machen und ich denke es ist an der Zeit, damit zu beginnen! 🙂

Ab heute werde ich also wieder aktiver sein auf Instagram, aber mit gesunderen Gedanken und ein bisschen mehr von meinem „echten“ Leben, wies halt ist. Mal gibts Tage, an denen ich mehr erlebe, mal gibts den stinknormalen Alltag.

Neben dem ganzen Socialmedia-Zeug hat mich aber auch mein Studium belastet. Auch da war es super hilfreich durch meine Heimat einfach ein bisschen Abstand zu gewinnen und mir zu überlegen, wie ich mein Studium angehen möchte und nicht, wie Person XY das Physikum geschafft hat. Früher habe ich doch auch alleine entschieden, wie ich für das Abi lerne und war selbstbewusst. Ich habe daran geglaubt, dass meine Lernmethode gut ist und ich damit zum Ziel kommen werde. Und in den meisten Fällen hat das auch zum Erfolg geführt, denn man sagt ja, dass vieles Kopfsache ist und eine Frage der Einstellung. Aber in meinem Studium habe ich dieses Selbstbewusstsein durch das ständige Durchfallen verloren und mich immer mehr an anderen orientiert.
Während der Zeit zu Hause habe ich mir überlegt, wie ich lernen möchte und versuche, mich auch hier in Leipzig weiterhin daran zu halten. Es fällt mir aber ziemlich schwer, da nun dieser Abstand nicht mehr vorhanden ist und ich wieder mehr damit konfrontiert bin. Aber ich hoffe, dass ich irgendwann wieder so Selbstbewusst bin wie damals, denn ich denke, dass mein Studium dann auch wieder besser laufen wird.

Ich bin jedenfalls wieder zurück und freue mich, dass du noch hier bist und meinen Blogpost gelesen hast!

Bis bald,
Stephy <3



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Emma
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Emma

Hi Stephy!
Ich finde das so toll, dass du so offen über deine Gedanken und Gefühle reden kannst! Das ist so toll, dass du einfach von dir aus gesagt hast, dass du eine Pause machen möchtest, Respekt dafür! Ich fand an deinem Account schon immer am besten, dass es um dich, DEINE Interessen und dein Leben geht, und nicht um irgendein bestimmtes Thema! Mach das was du möchtest und was dir Spaß macht, und lass dich nicht irgendwie von anderen verdrehen.
Ganz liebe Grüße!

SEO Affiliate
Guest

Awesome post! Keep up the great work! 🙂

AffiliateLabz
Guest

Great content! Super high-quality! Keep it up! 🙂