Ich gebe vieles, aber nicht alles!

Ich gebe vieles, aber nicht alles!

Hallo ihr Lieben!
In letzter Zeit ist viel passiert: Das 4. Semester ist geschafft und somit auch die Veranstaltungen und Prüfungen der Vorklinik. Was für den einen jetzt recht „normal“ klingen mag war für mich zwischenzeitlich unmöglich und somit ein riesiger Erfolg. Ich war seit Ewigkeiten mal wieder in meiner Heimat und habe kurz davor eine Entscheidung getroffen, die mir wirklich nicht leicht gefallen ist. Und genau diese Entscheidung wird Thema des heutigen Blogposts sein.
Ich habe das Physikum geschoben.
Die einen denken sich jetzt wahrscheinlich: „Und jetzt? Ist doch nichts Besonderes.“ und die anderen fragen sich wahrscheinlich, wieso ich das jetzt nicht einfach durchgezogen habe, da ich doch zugelassen bin und alle Prüfungen davor geschafft habe. Und ich? Ich stehe mittendrin. Nachdem ich wirklich lange darüber gegrübelt habe und immer wieder mit meiner Familie und Freunden darüber gesprochen habe, habe ich diesen Entschluss getroffen.

Wie kam es eigentlich dazu?

Ich habe schon während der Vorklinik gemerkt, dass ich nicht zu den Medizinstudenten gehöre, die immer auf anhieb bestehen und alles dafür geben. Ich wollte neben dem Studium immer Zeit für mich, meinen Freund, meinen Hund, meine Hobbys, meine Familie und Freunde, weshalb mein Motto auch lautet „Ich gebe mein bestes, aber nicht alles“.
Ich bin ein paar Mal in der Vorklinik durch Klausuren gefallen und habe oft überlegt, ob ich abbrechen sollte, da ich mir ziemlich dumm vorkam. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich begriffen habe, dass durchfallen absolut nichts schlimmes ist und dass es mehr Leuten in diesem Studium so geht, als man denkt (meinen Blogpost dazu findest du hier). Man ist nicht allein mit diesen Problemen – es dauert nur leider eine Weile, bis man diese Leute findet. Also falls es euch genauso geht, lasst euch nicht unterkriegen und haltet durch – ihr seid nicht allein!
Jedenfalls habe ich schon relativ zeitig mit dem Gedanken gespielt das Physikum zu schieben:
Als ich im März da saß und mir den Stundenplan für das kommende Semester anschaute war mir klar, dass das kein leichtes Spiel wird, da ich zusätzlich noch einen Drittversuch offen hatte und in den Fächern Physiologie und Biochemie, in denen man über 4 Klausuren hinweg Punkte sammeln muss noch einiges aufzuholen habe, während sich viele andere zurücklehnen und das 4. Semester so richtig genießen können. Zum Mythos Drittversuch werde ich in kommender Zeit nochmal einen extra Beitrag schreiben, da das eine Ausnahmesituation ist und eine separate Kategorie verdient, denn schließlich liegen da echt die Nerven blank!
Was war also alles noch offen? Biologie, Anatomie, Physiologie und Biochemie. Anatomie war der Gerüchteküche nach eine der beschissensten Klausuren, weshalb ich davor zusätzlich Angst hatte. In der Klausur wird nochmal die komplette Anatomie (also der Präpkurs und Neuroanatomie) abgefragt .. bäääääh!
Alles kam, wie es kommen musste und ich bestand meinen 3. Versuch und konnte somit einen Haken an Biologie machen und fiel kurze Zeit später mal wieder knapp (Funfact: wusstet ihr eigentlich, dass ich noch nie mit mehr als 2 Punkten durchgefallen bin? 😀 ) durch Anatomie. Bis heute bin ich der Meinung, dass ich diese Prüfung hätte bestehen können, wenn ich nicht gewusst hätte, dass das so eine scheiß Klausur sein soll und die zwei fehlenden Punkte nur meiner Psyche zugeschrieben werden müssen. Denn innerlich dachte ich die ganze Zeit nur daran, dass diese Klausur ja bekanntlich so schwer sei und viele durchfallen und es somit klar ist, dass auch ich durchfallen werde. Ich hielt es also für unmöglich, dass ich bestehen könnte. Und im Grunde genommen braucht man mit so einer Einstellung gar nicht erst hingehen. Also lasst euch niemals von solchen Fakten beeinflussen und hört am besten weg! Ihr könnt alles schaffen – und manchmal liegen einem ja die „beschissenen“ Fragen einfach besser hahahaha! 😀
Im 2. Versuch habe ich Anatomie dann bestanden und hatte somit einen weiteren Schein voll. Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn man nach und nach an immer mehr Fächer einen Haken machen kann und immer mehr Scheine los ist .. ein Lichtblick und Hoffnung auf das Ende der Vorklinik!
Als nur noch Biochemie und Physiologie offen waren und die 3. Teilklausuren ganz gut liefen (erstaunlicher Weise, denn eigentlich habe ich gar nicht damit gerechnet), hat mich der Ehrgeiz nochmal so richtig gepackt. Ich habe mir überlegt, wie ich taktisch am besten vorgehe, um im Sommer Physikum machen zu können. Mir war klar, dass ich es nicht schaffen werde beide Klausuren zu bestehen, da ich sowohl in Biochemie als auch in Physiologie in der letzten Klausur jeweils 17 von 20 Punkte schreiben müsste, um insgesamt zu bestehen. 17 von 20 Punkte .. das ist selbst für die absoluten Freaks gar nicht so leicht und für mich? Naja, ich musste eigentlich nur lachen, weil mir bewusst war, dass das absolut unmöglich ist. Ich habe mich dazu entschieden Physiologie links liegen zu lassen und die Nachklausur auf mich zu nehmen und mich auf Biochemie zu konzentrieren. 1 Woche vor der Physiologieklausur lernte ich dann Judith kennen, eine der liebsten Menschen aus dem Jahrgang über mir, die ich kenne. Sie hat versucht mir Hoffnungen zu geben, in dem sie vorgeschlagen hat, dass ich Biochemie weiterhin lerne und sie ab 3 Tage vor der Klausur jeden Tag für 2 Stunden vorbeikommt und mit mir gemeinsam für Physiologie lernt. Somit kann ich mich auf Biochemie konzentrieren und höre mir am Abend einfach an, was sie mir erklärt. Im Grunde genommen hatte ich ja nichts zu verlieren, da ich eh aufgegeben hatte. Gesagt getan!

Die erste Klausur war Physiologie. Ich ging in die Klausur und wusste wirklich nur das, was sie mir in den 3 Tagen abends immer erklärt hat. Ich kreuzte stupide an, was ich von Judith wusste und versuchte mich nicht von anderen Antwortmöglichkeiten beeinflussen zu lassen , wobei ich sowieso keinen Plan hatte, da ich vieles davon noch nie gehört habe. Ich war kaum nervös während der Klausur, da ich ja eh schon innerlich damit abgeschlossen hatte und mich auf die Nachklausur eingestellt habe. Und vielleicht war dieses Gesamtpaket der Schlüssel zum Bestehen, denn liebe Leute .. ihr glaubt es nicht, aber ich habe wirklich beschissene 17 von 20 Punkte geschrieben!!! Ich habe so geheult vor Freude und war das erste Mal so richtig, richtig stolz auf mich – und natürlich auf Judith! Sie hat es geschafft mir innerhalb von 3 Tagen (je 2h) die Physiologiethemen der letzten Klausur beizubringen und das ist einfach nur WOW! Manchmal ist weniger also vielleicht doch mehr? Und vielleicht ist Teamwork doch der Schlüssel zum Erfolg?
Da Judith das alles schon mal gelernt hat, wusste sie worauf es ankommt und hat mir nur das notwendigste mit ihren Worten erklärt. Ich habe die Themen viiiiiil besser und schneller verstanden, als wenn ich erst in Lehrbüchern nachgelesen hätte. Sie hat mir die wichtigsten Fakten gesagt und ich konnte sie mir besser merken, als auf irgendwelchen Karteikärtchen, da ich mich in den 2 Stunden, in denen sie da war wirklich nur auf sie konzentriert habe. Und mal ehrlich, eine Erklärung von einem Kommilitonen, der das Thema gut beherrscht ist einfach 1000 Mal besser als die Erklärungen in irgendeinem Lehrbuch! Und vor allem ist es natürlich perfekt nur das nötigste zu lernen (und vor allem zu verstehen) und von sinnlosen Fakten abzusehen. In der Klausur war das unter anderem mein absoluter Vorteil, denn diese sinnlosen Fakten kannte ich gar nicht und konnte mich somit nicht durcheinander bringen lassen. Ich habe einfach das angekreuzt, was ich sicher wusste. Lieber die wichtigsten Informationen genau und sicher wissen und vor allem verstehen, als ganz viel nur so halb, denn gerade dann kreuzt man oft das falsche an, da man sich durcheinander bringen/verunsichern lässt. Also holt euch Hilfe von Kommilitonen und erklärt euch die Themen gegenseitig. Jeder hat irgendwelche Stärken und kann von denen der anderen profitieren – win win! 🙂
Was mir auch noch den Po gerettet hat war meine Einstellung. Ich war so entspannt und ruhig, weil ich mit der Einstellung „mir kann eh nichts passieren“ reingegangen bin. Und im Grunde genommen ist das doch fast immer der Fall, denn was kann denn schlimmeres passieren, als das man durchfällt? Und da durchfallen ja nichts schlimmes ist (außer es ist der letzte Versuch), ist doch gar nichts dabei?! Und siehe da, wenn man ruhig und ohne Angst in die Klausur geht, kommt man besser mit der Zeit hin und kann seine Gedanken besser sortieren. Das ist auf jeden Fall etwas, was ich mit in die nächsten Klausuren nehmen werde!
Nachdem also Physiologie abgehakt war (was für ein Wunder!) stand noch Biochemie an. Ich war ziemlich verwirrt, weil ich eigentlich mit einer völlig anderen Situation gerechnet habe und jetzt alles anders war – aber natürlich im positiven Sinne. Auch in Biochemie habe ich es am Ende geschafft exakt 17 von 20 Punkte zu schreiben und habe somit ALLE Scheine und die Vorklinik abgeschlossen .. und die Zulassung zum Physikum!! Wow! Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet .. Ich habe mich so komisch gefühlt, weil auf einmal ich diejenige war, die sich keine Gedanken um irgendwelche Nachklausuren machen musste – verrückt!

Wann wusste ich, dass ich schieben werde?

Ich habe mir erstmal ein paar Tage Pause gegönnt und habe dann losgelegt für das Physikum zu lernen. Aber irgendwie war das komisch. Ich hatte von Tag zu Tag mehr das Gefühl, dass ich noch nicht dafür bereit bin und dass das gerade so falsch ist. Ich konnte mich so glücklich schätzen, dass ich das alles so geschafft habe und das wollte ich einfach nicht aufs Spiel setzen. Durch eine Klausur zu fallen ist das eine, aber durchs Physikum zu fallen ist noch einmal eine andere Situation. Ich kenne mich selbst mittlerweile ganz gut und denke, dass ich danach in ein kleines Loch gefallen wäre und erstmal einen Monat gebraucht hätte, um wieder neue Motivation zu finden. Und wieso sollte ich das riskieren, wenn ich doch von Anfang an das Gefühl habe, dass es dazu kommen wird? Man wird nie ins Physikum gehen und sagen „ach, das mache ich locker“ und man wird auch nie ohne Aufregung da rein gehen, aber ich möchte dort reingehen und mir selbst sagen, dass ich alles getan habe, was notwendig war und bereit bin, auch wenn ich nicht jedes Detail weiß und aufgeregt bin.
Jeden Tag hatte ich mehr das Bedürfnis nach Freizeit. Mir sind sooo viele Dinge eingefallen, die ich in diesem halben Jahr Pause gerne machen würde. Ich war einfach so k.o. und wollte nur schlafen .. ich brauchte einfach eine Pause und Zeit für mich und alle anderen Dinge in meinem Leben. Ich konnte mich kaum noch auf das Lernen konzentrieren und wurde immer unglücklicher. Die Gedanken zu schieben häuften sich, bis ich irgendwann abends im Bett lag, geweint habe und mein Freund meinte, dass es doch vielleicht besser wäre zu schieben und mir eine Auszeit zu gönnen.
Eigentlich war es genau das, was ich wollte. Ein halbes Jahr für mich und alles drum herum! Die Vorklinik war für mich nicht einfach .. ich hatte mehrere Nachklausuren und innerlich ein ewiges Auf und Ab. Da habe ich mir das doch eigentlich echt verdient, oder? Andererseits plagten mich Gedanken, dass ich dann aufgebe und viele sagen werden, dass wenn ich Ärztin werden will, ich den Arsch zusammenkneifen muss. Einige Tage und viele Gespräche mit Freunden und meiner Familie später stand der Entschluss fest. Ich schiebe. Ich saß ewig vor der Mail, in der ich das Ganze offiziell mache. Abschicken oder doch nicht? Abschicken oder doch nicht? Abschicken oder .. – stopp! Mal ganz ehrlich: Für mich stand der Entschluss doch fest. Ich wollte mehr Zeit zum Lernen, um die Zusammenhänge zu verstehen, um mir meine Zeit selber einzuteilen, nebenbei einen Minijob zu machen und mir etwas Geld dazu zu verdienen, neue Leute kennenzulernen, mehr Zeit für Sam und meinen Freund, mehr Zeit um einfach mal in die Stadt zu gehen, durch Secondhand Läden zu stöbern, Leipzig kennenzulernen, mehr Zeit um häufiger als nur alle 4 Monate in die Heimat zu fahren und vieles mehr! Wieso zweifle ich dann so? Was hält mich davon ab? Es ist doch nur ein halbes Jahr! Dann mache ich Physikum und steige als Springer ins 6. Semester ein. Ich bin 22, wieso nehme ich mir nicht einfach diese Zeit? Ganz einfach, weil „alle“ das Physikum machen und man somit das Gefühl hat, dass man das nun auch machen muss. Aber das ist völliger Blödsinn! Jeder sollte die Möglichkeit haben seinen eigenen Weg zu gehen und in Ruhe lernen zu können. Denn allein der Gedanke, dass andere dann sagen werden „öh die hat ja das Physikum geschoben, die ist nicht so gut wie wir“ kommt genau von diesem „wir machen jetzt alle das Physikum“! Wir wollen Ärzte werden, also sollten wir uns die Zeit nehmen, Zusammenhänge in Ruhe zu verstehen und uns nicht selber fertig machen, denn was bringt uns das alles, wenn unsere Psyche und unser Körper darunter leiden?
Einige denken sich jetzt wahrscheinlich, dass doch niemand ein Problem hat mit Leuten, die schieben und die Springer ja sogar die coolen sind. Ja, das mag auch sein, aber während der Zeit kurz vor dem Physikum habe ich mitbekommen, wie viele doch unter dem ganzen Druck gelitten haben und wie viele meinten „oh wie cool, dass du schiebst, dass muss so toll sein“. Als ich dann gefragt habe, wieso sie nicht auch schieben, kam meistens sowas wie „bei anderen finde ich das gar nicht schlimm, aber bei mir selber ist das irgendwie komisch“. Und ganz genauso ging es mir die ersten Tage, nachdem ich mich vom Physikum abgemeldet habe. Ich war nicht erleichtert und auch nicht so wirklich glücklich. Ich hatte Angst davor zuzugeben, dass ich geschoben habe und Angst vor den Sprüchen „das hättest du doch jetzt noch durchziehen können“ oder auch „ohje, dann bleibst du aber nicht in Regelstudienzeit .. nicht dass du am Ende irgendwo abgelehnt wirst“ blablabla! Meine Angst bestätigte sich und ich bekam genau diese Sprüche. Ich habe mich um Rage geredet und versucht zu erklären, wieso das der richtige Weg für mich ist bis mir irgendwann auffiel, dass es keinen Grund gibt, weshalb ich mich rechtfertig muss. Ich schulde niemandem Rechenschaft – es ist meine Entscheidung, egal aus welchem Grund ich diese getroffen habe!

Und, war es nun die richtige Entscheidung?

Im Grunde genommen ist es doch egal. Beide Wege wären die richtigen gewesen. Das Physikum zu schreiben und zu bestehen wäre toll gewesen, zu schieben und ein halbes Jahr Pause zu haben aber auch.
Entscheidend ist, dass man aus dem gewählten Weg seinen eigenen macht. Nur dann wird er richtig 🙂 Und genau das tue ich jetzt.
Sam und ich trainieren fast jeden Tag und sind ein besseres Team geworden – es macht so viel Spaß Videos zu schauen und dann mit ihm neue Kommandos zu üben und zu sehen, wie er jeden Tag konzentrierter wird und mehr und mehr Lust hat etwas zu lernen. Mein Freund und ich haben endlich wieder mehr Zeit füreinander und unternehmen mehr. Wir gehen auf Messen, Flohmärkte, in die Stadt und besuchen unsere Heimat häufiger denn je. Ich schlafe aus, gehe mit Freunden frühstücken, gehe zum Sport, mache Fotos und entspanne mich. Ab kommender Woche arbeite ich dann in einem Hotel hier in Leipzig an der Rezeption und verdiene mir ein bisschen Geld dazu. Die Zeit tut mir so gut! Ich freue mich so sehr auf dieses halbe Jahr für mich. Bald will ich auch anfangen wieder zu lernen – der Lernplan steht schon, aber alles ganz entspannt!

Was hast du für die kommende Zeit geplant?

Wie gesagt, ein grober Plan steht schon. Ich gehe jobben, trainiere viel mit Sam, am Wochenende ist Pärchenzeit und mein Lernplan startet auch bald. Alles andere werde ich von Woche zu Woche flexibel und spontan gestalten. Ich möchte die Zeit jedenfalls intensiv nutzen, viel erleben und Kraft tanken für das anstehende Physikum und das danach kommende Semester. Ich bin wirklich dankbar, dass ich diese Möglichkeit überhaupt habe (sowohl finanziell, als auch allgemein von der Uni aus) und finde, dass sich jeder, der die Möglichkeit dazu hat, die Zeit, die er braucht nehmen sollte. Wir sind noch so jung! Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich möchte auf keinen Fall erreichen, dass jetzt alle schieben und sich auf die faule Haut legen, nein, aber ich möchte, dass wir mutiger werden in unseren Entscheidungen und uns nicht abhängig machen von irgendeinem „Regelstudienplan“. Ärzte werden gebraucht und gesucht, ich glaube nicht, dass wir uns später über die Jobsuche Sorgen machen müssen. Vielleicht ist dann nicht mehr der Posten in der Charité als Chefarzt drin, aber diesen Anspruch hat ja auch nicht jeder, was man auch akzeptieren muss. Oft wird z.B. der Beruf Landärztin belächelt. Viele wollen ins Krankenhaus und streben hohe Positionen an – prima, aber wir müssen uns alle gegenseitig respektieren und akzeptieren. Jeder hat andere Pläne und Vorstellungen vom Leben und das ist auch gut so 🙂
Wir sind eine schnell lebende Gesellschaft. Höher, weiter, schneller. Schule, studieren, Karriere. Viele sind gestresst, genervt und irgendwie nicht so richtig zufrieden. Immer mehr flüchten aufs Land und suchen sich Jobs mit weniger Stunden.
Aber nur weil unsere Gesellschaft das so vorgibt, heißt das noch lange nicht, dass wir das auch so machen müssen. Wir haben noch ein langes Leben vor uns, in dem wir viel arbeiten gehen müssen, wieso also jetzt schon stressen und fertig machen und das nur wegen 1 Semester mehr oder weniger?!
An dieser Stelle nochmal Hut ab an alle, die das Physikum durchziehen und auch schaffen – Respekt! Das ist wirklich Wahnsinn! Aber genauso viel Respekt an alle, die sich entschieden haben zu schieben und diesen mutigen Schritt gegangen sind oder noch gehen werden, auch dazu gehört eine Menge!

Falls ihr noch mehr Fragen habt schreibt mir gerne!
Ansonsten wünsche ich euch eine wunderbare Woche mit viel Zeit für die schönen Dinge und hoffe, dass ich euch einen kleinen Überblick über das Thema „Physikum schieben“ geben konnte und vielleicht auch den ein oder anderen ermutigt habe, der schon lange hin und her schwankt diesen Schritt zu gehen.
Ich bereue es jedenfalls keineswegs 🙂

Eure Stephy
PS: Denkt daran so Sachen wie Urlaubssemester, Bafög, Stipendien und co abzuklären, falls euch das Schieben vorschwebt.



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