Nachhaltiges Hundeleben

Nachhaltiges Hundeleben

Hallo ihr Lieben,

heute soll es um das Thema Nachhaltigkeit in Bezug auf Sam (Hund) gehen.
Da ich nach und nach versuche in den verschiedenen Bereichen meines Lebens alltägliche Gegenstände gegen die nachhaltigere Variante umzutauschen, bin ich natürlich irgendwann auf viele Produkte getroffen, die durch Sam anfallen. Angefangen vom Futter, über Kotbeutel, Spielzeug etc. bis hin zur Leine.
Kurzer Einwand: Der Post enthält Links zu Seiten, wo ihr meine Alternativen kaufen könnt. Somit enthält dieser Post WERBUNG – keine davon ist beauftragt oder bezahlt. Es sind persönliche Empfehlungen/Anregungen.
Zu Weihnachten habe ich mir also das Buch „Grüner Hund“ gewünscht und damit den Einstieg in das Thema gefunden.
Aber wo und wie haben wir eigentlich angefangen und wie weit sind wir jetzt?
Zu aller erst haben wir nach dem Einfachsten gesucht: ein Trockenfutter, dass in Papier statt in Plastik verpackt ist und gute Inhaltsstoffe hat. Dabei sind wir auf das Trockenfutter von Markus Mühle („naturnah“ oder vorher das Junior Futter) getroffen und sind absolut zufrieden damit! Die Verpackung ist robust, nicht so eklig klebrig wie Plastik und auch sehr praktisch, denn man kann einfach die Öffnung oben zusammenfalten (bei den Plastikverpackungen ging das immer wieder auf). Passend dazu haben wir uns mit dem Thema Leckeres beschäftigt. Da ich allgemein bei Sam sehr darauf achte, was er isst, ist es umso praktischer die Leckerlis einfach selbst zu machen, denn dann weiß man ja was drin ist. Nur leider ist das manchmal leichter gesagt als getan! Im Internet findet man wirklich viele Rezepte, die viel versprechen, aber auch Zeit kosten. Durch mein Studium schaffe ich es bisher leider nicht immer die nachhaltige selbstgemachte Variante durchzuziehen, weshalb wir auch immer noch bei Bedarf Leckerlis im Laden kaufen. Wenn wir das machen, achten wir aber darauf große Packungen zu kaufen, sodass wir nicht viele kleine Plastikverpackungen, sondern eine große haben (die wir dann als Müllbeutel nutzen). Für die, die es interessiert: bei Leckerlis achte ich darauf, dass der Fleischanteil, sowie der Obst- und Gemüseanteil besonders hoch ist und wenig bis gar kein Getreide drin ist. Ansonsten tut es manchmal aber auch einfach sein Trockenfutter, denn auch das kann man über den Tag verteilt füttern. Als weitere Alternative haben wir füllbare Tuben bei Amazon gefunden. Da tun wir dann zB. Sams Barf Futter rein, nachdem wir es mit dem Mixer zerkleinert haben. Ansonsten kann man dort aber auch Leberwurst etc. rein machen und danach einfach sauber machen und wiederverwenden.


Ein weiteres ziemlich nerviges Thema ist das Thema Kotbeutel. Es gibt mittlerweile einige nachhaltige Varianten, aber so richtig optimal finde ich bisher keine davon. 100 kleine Plastiktüten kosten meist so zwischen 1-5€, während 100 kleine biologisch abbaubare Tüten oft mehr als das doppelte davon kosten. Ich bin bereit für die Umwelt mehr Geld auszugeben, aber ich bin leider „nur“ Studentin und gehe nicht neben dem Studium arbeiten .. und Kotbeutel brauchen wir für Sam mehrmals am Tag, wobei das auch nicht ganz stimmt, denn mittlerweile haben wir Sam so trainiert, dass wir ihn kurz von der Leine abmachen und er in einen Busch rein geht und dort sein Geschäft verrichtet, sodass es niemanden stört und wir es nicht wegmachen müssen und somit deutlich seltener Tüten brauchen. Wenn man dann aber doch mal in der Stadt oder so ist, holt einen das Problem jedoch wieder ein .. Und auch faltbare Papiertüten konnten mich bisher nicht überzeugen, da ich wenn z.B. mit Sam auf den Markt fahre die Tüten einfach in meine Hosen- oder Jackentasche stecken und nicht einen kleinen Karton mitschleppen will. Es soll also handlich, nachhaltig, aber trotzdem nicht zu teuer sein. Ganz einfach eine Schippe? Jap, diese Idee hatte ich auch schon, aber bei den wenigen Mülleimern bei uns hier in der Stadt oder auch in den Parks, würde ich ca. 20-30 min mit der vollen Schippe rumlaufen, was sich echt blöd machen würde. Aber es muss doch irgendeine gute Alternative geben, oder? Bisher habe ich was das Thema angeht noch keine optimale Lösung gefunden. Falls du also eine Idee hast, gerne her damit 🙂
Als nächstes haben wir uns mit Sams Hygiene beschäftigt. Eine Zahnbürste aus Bambus, eine Bürste aus Holz oder auch von dem Kater meiner Eltern (also secondhand), eine Schere aus Edelstahl, nachhaltiges Pfötchenbalsam und festes Hundeshampoo. Jedoch musste ich auch hier wieder Abstriche machen: Hundezahnpasta. Auch wenn eine Tube ca. 5-6 Monate hält, da wir sehr sparsam damit umgehen, jedoch will ich mich in naher Zukunft mehr mit dem Thema beschäftigen und schauen, ob ich auch dafür eine Alternative finde.
Ansonsten finde ich allgemein, dass auch hier das allgemeine Motto gilt: Secondhand tut es auch und was kaputt geht, kann man auch reparieren!
Ich habe Sams Geschirre damals alle über Ebay Kleinanzeigen weiterverkauft, da man besonders wenn die Welpen so schnell wachsen andauernd ein neues braucht und das muss doch nicht unbedingt neu sein für die kurze Zeit. Des Weiteren haben wir ein „Spielhalsband“ und ein „Stadthalsband“. Also eins, was gerne auch mal dreckig werden darf und eins, was ich selber gemacht habe und was nur für die Stadt oder so ist. Somit ist es auch nicht schlimm, wenn das Halsband etwas kaputt geht oder sonst was, denn es erfüllt seinen Zweck bis es irgendwann komplett im Eimer ist (danach würde ich dann auf die zahlreichen nachhaltigen bzw. recycelten Halsbänder zurückgreifen). Und für „schöne“ Anlässe bleibt uns ja wie gesagt das „gute“ Halsband. Genauso machen wir das übrigens auch mit den Leinen. Falls ihr außerdem eine Anleitung wollt, wie ich die Leine und das passende Halsband dazu selber gemacht habe, meldet euch gerne bei mir!

Bei Spielzeug handhaben wir es bisher so, dass wir zum Knabbern entweder aus dem Laden unverpackt Pansenstangen, Rinderohren etc. einkaufen oder ihm einfach Kaffeeholz geben, sodass er keine Gegenstände wie Gummiknochen oder sonst was zerstören muss und wir keinen Müll produzieren. Ansonsten haben wir Denkspiele, die wir immer wieder verwenden und Kuscheltiere, die wir variieren und erst wegschmeißen, wenn Sam sie komplett zerpflückt hat und gar nichts mehr zu retten ist. Jedoch weiß ich, dass es mittlerweile nachhaltiges Hundespielzeug gibt, was wir bisher aber noch nicht getestet haben, da Sam erstmal genug hat und nicht noch mehr braucht.
Sein Hundebett, Kuscheldecke und seine Näpfe hat er damals neu bekommen. Das wird aber hoffe ich noch viele Jahre halten, sodass ich auch da nichts neues mehr kaufen muss 🙂

Fassen wir also nochmal zusammen:
– Trockenfutter aus einer Papiertüte
– Leckerlis selber machen oder in großen Tüten kaufen
– wiederverwendbare Tuben nutzen für zB. Leberwurst
– biologisch abbaubare Kottüten (oder dem Hund beibringen so wie Sam in den Busch zu gehen 😀 )
– Bambuszahnbürste, festes Shampoo
– nachhaltige/recycelte Halsbänder/Geschirre/Leinen und Spielzeuge
– lieber auf gute Qualität achten (was zB. das Hundebett betrifft), sodass es ein Lebenslang hält, als günstig und mehrmals zu kaufen

Es gibt also einige Sachen, die man auch im Thema Nachhaltigkeit mit Hund umsetzen kann! Ich hoffe, ich habe jetzt nichts ausgelassen bzw. vergessen. Wenn ich weitere Alternativen entdecke werde ich diesen Blogpost einfach erweitern. Also schau gerne demnächst mal wieder rein 🙂

Ich hoffe du konntest etwas mitnehmen aus dem Post und setzt vielleicht das ein oder andere jetzt um 🙂
Für neue Ideen oder Anregungen bin ich gerne offen!

Bis bald,
Stephy

PS: Es gibt natürlich noch deutlich mehr Online-Shops oder auch nachhaltige Läden, die Hundeartikel verkaufen. Stöbert einfach mal im Internet rum, da findet man mittlerweile echt einiges 🙂



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